
Rossrüti SG – Mit der Delegiertenversammlung vom Toggenburger Schwingerverband im sankt gallischen Rossrüti wurde die Schwingsaison vor 115 Delegierten abgeschlossen. Es war an der Zeit Vorganges zu würdigen und für die Zukunft Sachen abzuschliessen.
von Pascal Schönenberger, Medienchef Toggenburger Schwingerverband
Ehrung für Ott und Schlegel
Der Technische Leiter des Toggenburger Schwingerverbands, Daniel Bösch, und Präsident Werner Gähler blickten in ihren Jahresberichten nochmals auf die Erfolge der Toggenburger Schwinger zurück. Besonders hervor stachen dabei die beiden Eidgenossen Damian Ott und Werner Schlegel mit ihren sportlichen Leistungen in der vergangenen Saison.
Beide qualifizierten sich für den Saisonhöhepunkt und gehörten am Kilchberger Schwinget zu den absoluten Topfavoriten auf den Sieg. Ott reiste mit einem Kranzfestsieg und insgesamt neun Kränzen an den Zürichsee. Schlegel konnte zwar insgesamt sechs Kränze gewinnen, feierte in derselben Saison jedoch gleich vier Kranzfestsiege.
Im Verlauf des Festes stellten beide ihre persönlichen Ambitionen in den Dienst der Nordostschweizer Mannschaft. Die beiden Toggenburger unterstützten insbesondere Samuel Giger, der am Abend das Kilchberger Schwinget zum zweiten Mal in Folge für sich entscheiden konnte.
Für diese herausragenden sportlichen Leistungen wurden beide unter grossem Applaus mit einem Präsent geehrt.
Trotz des Kreuzbandrisses von Marcel Räbsamen zu Beginn der Saison zeigte sich Daniel Bösch mit den insgesamt 34 erkämpften Kränzen zufrieden. Dabei war allerdings spürbar, dass die elf Kränze des Eidgenossen aus Müselbach fehlten. Dennoch blickt Bösch optimistisch in die Zukunft des Toggenburger Schwingsports.
Schwägalp Bauchef neu bei den Ehrenmitgliedern
Er war Ersatzkampfrichter am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) 2013 in Burgdorf und stand 2016 in Estavayer sowie 2019 in Zug für den Nordostschweizer Schwingerverband als Platzkampfrichter im Einsatz. Über viele Jahre leitete er zahlreiche Zweikämpfe im gesamten Nordostschweizer Verbandsgebiet. Zudem war er selbst erfolgreicher Aktivschwinger und wirkt bis heute als umsichtiger Bauchef am Schwägalp-Schwinget.
Die Rede ist vom 47-jährigen Oberhelfenschwiler Hansruedi Näf. Für seinen langjährigen und unermüdlichen Einsatz zugunsten des Schweizer Nationalsports wurde er an der Delegiertenversammlung in Rossrüti in die Garde der Ehrenmitglieder aufgenommen.
Statuten genehmigt – Uzwil, Wolzenalp und Wilen bei Wil
Auch der Toggenburger Schwingerverband war von der Statutenrevision betroffen, mit der die Vorgaben von Swiss Olympic umgesetzt werden mussten. Die 115 Delegierten stimmten den vorgesehenen Änderungen einstimmig zu und verabschiedeten dieses Traktandum ohne Gegenstimme.
Aktuell ist es rund um den Schwingsport eher ruhig. Viele Verbände und Vereine führen ihre Delegiertenversammlungen im gewohnten Rahmen durch. Die Planungen für die kommenden Verbandsanlässe laufen jedoch bereits auf Hochtouren. Am letzten Aprilwochenende 2027 findet in Uzwil das Toggenburger Verbandsschwingfest statt. Im Herbst folgt mit dem Schwinget auf der Wolzenalp ein weiterer traditioneller Anlass. Ein Jahr später, im April 2028, treffen sich die Toggenburger Schwinger in Wilen bei Wil zur nächsten Austragung des Toggenburger Verbandsschwingfestes.
