Brünigkranz für Ott

Damian Ott gegen Adrian Walther – Foto: Lorenz Reifler

Brünig OW – Damian Ott sichert sich beim starkbesetzten Brünigschwinget seinen ersten Kranz beim Bergklassiker. Das Nordostschweizer Schwingerteam konnte seit 2006 zum ersten Mal wieder auf dem Brünig triumphieren. Im reinen Thurgauer Schlussgang setzte sich Samuel Giger nach kurzer Kampfdauer gegen Domenic Schneider durch. 

von Pascal Schönenberger, Medienchef Toggenburger Schwingerverband

Arbeitersiege
Auf dem Brünig kam es am Sonntag zum grossen Treffen der Innerschweizer, der Berner und der Nordostschweizer Schwinger. Beim Schwingfest auf der Kantonsgrenze zwischen Obwalden und Bern traten über 30 Eidgenossen an, wobei maximal 21 Kränze verteilt werden konnten. Für die 20 Schwinger aus der Nordostschweiz war es regelrecht ein Eintauchen in die Höhle des Löwen. Damian Ott traf im ersten Gang gleich auf den Vorjahressieger Adrian Walther. Nach einem harten Kampf endete das Duell gestellt. Mit Siegen gegen Marco Lussi und Lorenz Berger holte der Toggenburger die Punkte wieder auf bis zur Mittagspause. Nach dem Mittag wartete mit Severin Schwander der nächste Berner Eidgenosse auf Ott. Konnte er den Mittelländer am ESAF in Pratteln noch bezwingen, so fand er auf dem Brünig kein Rezept für den Sieg. Somit mussten die beiden Senneschwinger den Gang mit einem Unentschieden beenden.
Der nächste Arbeitersieg folgte gegen den Berner Jan Wittwer. Der zähe Turnerschwinger forderte Ott mit seiner unbequemen Schwingart richtig heraus. Ott legte den Berner jedoch am Boden mit seiner besten Waffe, dem Müngermurks, auf den Rücken. So hatte er immer noch Chancen auf den Kranz.
Im letzten Gang wartete dann Curdin Orlik auf Ott. Bei einem harten Kampf endete das Duell nach sieben Minuten gestellt. Beide mussten nach diesem Gang zittern für den Kranz. Doch nach dem Schlussgang, war klar, dass Ott und Orlik trotz des gestellten Ganges mit dem Brünigkranz in ihre Heimat reisen durften.

Räbsamen mit Kopfverletzung
Der zweite Toggenburger auf dem Brünig war Marcel Räbsamen. Der Eigenossse aus Müselbach musste den Wettkampf nach drei Gängen mit einer Kopfverletzung beenden. Beim Anschwingen im ersten Gang kassierte er gleich drei Stosse mit dem Ellenbogen gegen den Kopf. Die drei Stosse brachten eine grosse Platzwunde hervor. Räbsamen musste sich die Wunde nach dem ersten Gang von einem Arzt nähen lassen. Die Wunde war dann wieder zu, doch die Schmerzen strahlten beim Sennenschwinger in Richtung Nacken und Schulterbereich aus, was zu einer logischen Wettkampfaufgabe führte.

Nun steht am kommenden Sonntag kein Kranzfest auf dem Programm der Ostschweizer Schwinger. Jedoch kämpfen die Athleten am legendären Rickenschwinget um den Tagessieg. Am Vortag hat der Nachwuchs auf dem Schwingplatz auf dem Ricken das St. Galler Kantonale Nachwuchsschwingfest, wo bis zu 400 Jungschwinger erwartet werden.

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