Höchste Schwingerehren für Max Rombach

Max Rombach - Ehrenmitglied ESV Foto: Emil Bürer

Max Rombach – Ehrenmitglied ESV
Foto: Emil Bürer

St. Gallen SG – An der Abgeordnetenversammlung (AV) des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) in St.Gallen standen drei Botschaften im Vordergrund: Die Genehmigung der Statuten 2016, die Auflehnung gegen die im Sommer verabschiedeten «Richtlinien für Einladungsbegehren»und die Ernennung von neuen Ehrenmitgliedern, darunter dem Toggenburger Max Rombach.

von Emil Bürer, Medienchef St. Galler Kantonaler Schwingerverband

Zum zweiten Mal leitete der Berner Markus Lauener die Abgeordnetenversammlung des Eidgenössischen Schwingerverbandes. Er durfte dazu rund 300 Delegierte, Ehrenmit-glieder und Gäste begrüssen, davon 198 Stimmberechtigte. In den grosszügigen Räumen des Athletikzentrums sorgte der Schwingerverband St.Gallen und Umgebung unter der Leitung von Franz Inauen dafür, dass sich die Versammlungsteilnehmer sichtlich wohl fühlten. Die tadellos organisierte Versammlung wurde musikalisch umrahmt vom Bergwaldchörli Enggenhütten und vom Bürgerturnerchörli St.Gallen.

Neue Statuten genehmigt
Die Genehmigung der neuen Statuten ergab keine namhaften Diskussionen und bei der Schlussabstimmung dazu ergab sich eindeutige Zustimmung. Die Statuten ESV Ausgabe 2016 treten sofort in Kraft.

Bei den vom Zentralvorstand revidierten «Richtlinien für Einladungsbegehren» regte sich Widerstand. Der Nordostschweizer wie der Innerschweizer Schwingerverband reichten dazu fristgerecht Anträge ein. Alle diese Anträge wurden entgegen der Empfehlung des Zentralvorstandes mit deutlichem Mehr angenommen.Neu können die Klubs vier und nicht nur zwei Rangschwingfeste ausserhalb ihres Teilverbandes besuchen und zwischen geografisch unmittelbar benachbarten Klubs bestehen diesbezüglich keine Einschränkungen mehr. Zudem behalten der Berchtold-, der Niklaus- und der Olma-Schwinget im NOSV sowie der Allweg-Schwinget, der Frühjahrsschwinget Pfäffikon und der Herbstschwinget Siebnen im ISVweiterhin ihren Sonderstatus.

Ehre, wem Ehre gebührt
Höhepunkt und Abschluss des ersten Tagungstages war die Ernennung von vier neuen Ehrenmitgliedern: Ueli Schlüchter und Manfred Schneider (beide BKSV) und Fredy Aubert (SWSV) sowie mit dem Toggenburger Max Rombach auch ein St.Galler.
Bei Max Rombach – wie es in der bodenständigen Schwingerzunft Brauch ist – ging die Laufbahn nach dem Rücktritt als Aktiver nahtlos weiter. Rombach stellte sich als Funktionär auf verschiedenen Ebenen und auch in OK’s immer wieder zur Verfügung – und dies bis heute.
Max Rombach (Jg. 1951), unter den Schwingern eher ein Leichtgewicht, hat dank ausgefeilter Technik trotzdem im Sägemehl erstaunliche Leistungen vollbracht. Beim St.Galler Kantonalen 1970 in Kaltbrunn erschwang er sich sein erstes Eichenlaub. Es folgten weitere 11 Kranzerfolge, darunter einmal NOS-Eichenlaub 1976 in Uster. Seine wohl grössten Erfolge feierte Max Rombach aber als Nationalturner und Ringer. Mit 36 Kantonalkränzen, davon 15 Siegen, drei Kränzen an Eidgenössischen Nationalturntagen und einem Kranz am Eidgenössischen Turnfest erreichte Rombach höchste Auszeichnungen. Auch im Ringen stellte der Geehrte seinen Mann: 45 Kantonale Ringerkränze, davon 35 Festsiege, und drei Kränzen an Eidgenössischen Ringertagen (alle im 1. Rang) zieren sein Palmares.
Ebenso lang die Liste seiner Funktionärstätigkeit auf verschiedenen Ebenen, sei es 12 Jahre als Präsident des Toggenburger Schwingerverbandes, in verschiedenen Funktionen im St.Galler Kantonal- und NOS-Schwingerverband oder elf Jahre als Obmann der Kantonalen Schwingerveteranen. Noch heute amtet der Geehrte als Revisor der Hilfskasse ESV und seit 2014 als Obmann der Eidgenössischen Veteranenvereinigung, deren Amt als Säckelmeister er zuvor während 10 Jahre bekleidete. Zudem war Max Rombach während vielen Jahren auch als Kampfrichter und versierter Kursleiter wie auch in verschiedenen OK’s und Kommissionen tätig. Auf Max war immer Verlass!